Die Probeshow

Freitag, 01. April - noch 5 Tage bis zur Präsentation Nach einer Reihe von mal mehr, mal weniger beängstigenden Probeabenden steht nun in circa fünf Minuten die erste Probepräsentation vor den Jahrgängen elf bis dreizehn an. Manch einer hat die Hoffnung schon aufgegeben, als wir die Bühnenbretter besteigen. Zu viel war noch unklar beim letzten Treffen. Als unser Intro losgeht, wird es erstaunlich ruhig im Saal. Ruhiger als man es von drei ganzen Jahrgängen erwarten mag. Doch nicht nur das ist überraschend, nein, auch die Show klappt erstaunlich gut, die Übergänge laufen zum ersten Mal flüssig und auch ohne Mikro scheinen wir laut genug zu sein. Es wird sogar geklatscht. Und der ein oder andere Lehrer guckt pikiert, als er merkt, dass es bei uns ruhiger zugeht als in den meisten seiner Unterrichtsstunden.

Doch, wie sollte es anders sein, bei der nächsten Probe werden wir brutal zurück auf den Boden der Tatsachen geholt und müssen schmerzlich feststellen, was es heißt, vor einem schwierigen Publikum zu stehen. Selten kann man die doch sehr sicheren und teils wirklich erfahrenen Mitglieder des Team so eingeschüchtert erleben, wie vor einer Horde von knapp dreihundert lärmenden und quasselnden Vierzehn- und Fünfzehnjährigen. Da bekommt man glatt Mitleid mit seinen Lehrern. Und das darf schon was heißen.

Gab es da nicht so ein Sprichwort, dass Generalproben immer schief laufen müssen? Wie dem auch sei, wir sollten trotzdem hoffen, dass unser Premierepublikum uns freundlicher gesonnen ist und wichtige Erfahrungen haben wir auch bei dieser Präsentation gesammelt.